Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Vergangenheit

Wo eine Tür zu geht, geht eine andere auf

Wenn man überlegt, wie viele Jahrzehnte lang man die Kinder Zuhause hatte, vor allem dann, wenn man eben mehrere Kinder hat, dann dauert die Zeit ja insgesamt länger, und dann sind alle weg, ist das schon seltsam. Man muß sein Leben ganz neu orientieren. Wenn wegen diverser Gründe nicht alles machbar ist, dann konzentriert man sich auf das, was geht. Deshalb bin ich sehr froh, mehr Hobbys zu haben als früher, mehr Zeit für diese Hobbys zu haben, und alles andere wird sich mit der Zeit fügen. Das Leben ist nun mal so, daß es sich immer wandelt. Das Älterwerden, Altwerden, kommt mit dazu, das allein bringt viele Veränderungen, auch solche, die man nicht gerne haben möchte. Es bringt aber auch Freiheit, die man früher nicht ausgelebt hat, man lernt, was ist mir wirklich wichtig, was und vor allem auch wer. Man kann besser Nein sagen und einfach mal Fünf gerade sein lassen. Im Haushalt übe ich mich auch gerade darin, so manches nicht mehr so eng zu sehen, aber eine schöne, saubere und aufgeräumte Wohnung mag ich eben sehr. Und aufgeräumt heißt nicht gleich ungemütlich. 


Jeder muß für sich selbst den richtigen Weg finden zu Leben. Neue Lebensphasen bedeuten auch immer, eine neue Chance, an sich zu arbeiten. Manches kann man auch im Ältersein noch ändern. An sich selbst und an seinen Ansichten. Die Zeit ist momentan nicht so toll für Veränderungen, weil Corona bei vielen Dingen einen Strich durch die Rechnung macht, oder alles anders getan werden muß als bisher. Das wird im Studium auch so sein. Dennoch werden die Neuen erstmal mehr vor Ort sein als die anderen Studenten, hieß es ja. Damit sie den Ablauf und alles kennenlernen. Das Leben geht weiter. Wo eine Tür zu geht, geht eine andere auf.



Nickname 21.09.2020, 09.38 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Wenn das Nest leer ist

Gestern habe ich einen Zitronenkuchen gebacken, also so einen ganz einfachen, Tochter hat ihn sich gewünscht. Wurde auch mega lecker, sehr leicht und fluffig, aber ich habe ein ganzes Backblech voll gemacht und das ist einfach zuviel. Einen Teil davon konnte ich in den Gefrierschrank tun, aber wir haben nur zwei kleine Schubladen und da paßt einfach kaum was rein. Nun essen wir gerne Süßes und Kuchen, aber so viel können wir gar nicht essen, ich muß endlich lernen, weniger an Menge zu machen. Oftmals habe ich von normalen, runden Kuchen ja einfach nur die Hälfte in eine kleine, mini Springform gemacht und gebacken, das klappt meist super, das muß ich mir vornehmen für die Zukunft, gerade wenn Tochter dann bald auszieht. 


Wenn man jahrelang, nein, jahrzehntelang … für sechs Personen kocht und bäckt, immer wieder auch noch für Freunde oder sonstigen Besuch, da hat man dann schon Probleme, sich an kleine Mengen zu gewöhnen. Auch beim Einkaufen. Als die Jungs alle ausgezogen waren, war das besonders extrem. Nun, das wird sich auch noch fügen, ich werde lernen müssen, nur noch für Zwei zu kochen, unter der Woche auf jeden Fall, am Wochenende wird Tochter öfter mal noch nach Hause kommen, da sie ja auch ihre Möbel nicht mitnehmen kann, das Zimmer im Wohnheim ist ja möbliert. Aber irgendwann wird sie sicher umziehen in ein anderes Zimmer oder in eine WG oder was auch immer, dann wird ihr Zimmer hier Zuhause geleert und der Mann und ich können uns darin ausbreiten. Die Pläne dafür haben wir schon lange, denn ich muß mich auch seelisch darauf vorbereiten, daß dann alle meine Kinder flügge geworden sind. Jedenfalls sind wir immer noch mächtig erfreut, daß es tatsächlich nun Ulm geworden ist, denn das war unser aller Wunsch und ist auch wegemäßig nicht sehr weit weg von uns. Manchmal hat das Schicksal ein Einsehen und erfüllt Wünsche.



Nickname 20.09.2020, 09.08 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

Heute nicht abrufbar

Wir wohnen direkt neben der Kirche, was nicht immer lustig ist, und gerade jetzt am Vormittag ertönte erst Singen und Orgelspiel und später Kirchengeläut. Da sah ich doch mal aus dem Fenster, warum die Glocken am Vormittag so lange läuten? Tatsächlich, da stehen die Eltern mit ihren kleinen Kindern und Schultüten in den Armen, ach so, heute ist wohl der Einschulungstag. Tochter kam noch verpeilt aus ihrem Zimmer und meinte, was da in der Kirche los wäre. Ich sagte, das sind die ABC-Schützen. Sie guckte mich an, als hätte ich in einer fremden Sprache geredet, was sie besser könnte als ich, und ich wiederholte es nochmal. Sie kapierte immer noch nicht. 


Jetzt war es an mir, Worte zu suchen, bin ich wirklich so upps alt, daß mir nur solche alten Bezeichnungen für Schulanfänger einfallen, jedenfalls in dem Moment, und gibt es die Bezeichnung ABC-Schütze gar nicht mehr? Jedenfalls habe ich ihr dann umständlich zu erklären versucht, daß das die Kinder mit diesen Tüten (Schultüten, ich sage ja, mir entfallen schon einfachste Worte, ich werde alt) seien, die heute in die Schule kommen. Schulanfänger, Erstklässler, diese Bezeichnungen waren heute nicht abrufbar auf Kommando in meinem Kopf. Und Tochter konnte mit ABC-Schützen tatsächlich so gar nichts anfangen. Hä? Echt jetzt?



Nickname 17.09.2020, 09.21 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

34 Jahre

Heute gibt es mal eine gekaufte Torte aus dem Supermarkt-Gefrierschrank, denn ich habe keine Lust zu Backen und will mich verwöhnen lassen. Heute vor 34 Jahren haben wir standesamtlich geheiratet und am folgenden Tag (also sozusagen morgen) kirchlich. Es ist aber ein ganz normales Wochenende für uns und der Mann wieder zeitweise bei der Arbeit. 


Die acht schrägen Dachfenster sind nun geputzt und mir reicht es wieder für eine Weile. Küchenfenster (Gaube) und Balkontür(en) putze ich andersmal, die zu putzen ist ja nicht schlimm. Auf jeden Fall werde ich nicht mehr so oft die Dachfenster putzen wie in der ersten Zeit hier in der Wohnung. Weil es völlig sinnlos ist. In der Nacht hatte ich einen total bescheuerten Traum, fast schon Alptraum, keine Ahnung warum. Ich schlafe ja eh schlecht, und oft denke ich, ich träume kaum mal was, aber in letzter Zeit fällt mir selbst auf, daß ich viel mehr träume. Ist das nun ein Zeichen, daß ich besser und mehr schlafen kann oder ist das Zufall, daß ich mich eher an Träume erinnere, ich weiß es nicht. Jedenfalls war ich froh, aufzuwachen aus dem Traum und einen neuen Tag vor mir zu haben. Nach Wochenendeinkauf und dem Putzen der letzten schrägen Dachfenster (die meisten hatte ich gestern schon geputzt) steht nur ein bißchen Bloggerland auf dem Plan und danach geht es endlich wieder auf die Insel (Animal Crossing). Am Nachmittag gibt es dann Torte.



Nickname 12.09.2020, 10.33 | (8/8) Kommentare (RSS) | PL

Wozu putzt man eigentlich Fenster?

Wir wohnen nun ziemlich genau vier Jahre hier und anfangs versuchte ich immer verzweifelt, die ganzen schrägen Dachfenster zu putzen, die eine Stunde später meist schon wieder voll waren mit Vogelkacke, nach vier Jahren habe ich den Streß deutlich reduziert und putze nur noch oberflächlich und sehr viel seltener, weil es einfach nichts bringt! Normale Fenster haben wir nur in der Küche, dazu zwei Balkontüren, aber alle anderen acht Fenster sind schräge Dachfenster, die man mühsam umdrehen muß, auf eine Leiter steigen, wobei ich selbst auf der nicht richtig bis ganz oben ankomme, und die ganzen Fugen und Rillen und Rahmen kann man auch nicht richtig putzen, man kommt nicht gut an und reißt sich dabei im schlimmsten Fall noch die Finger auf. Nun jedenfalls wird es Zeit, sie noch ein Mal in diesem Jahr zu putzen, also mache ich mir eine Liste und werde gemütlich nach und nach immer mal ein oder zwei Fenster putzen, denn alle an einem Tag ist mir zuviel. 


Tochter hatte gestern Lust, Kekse zu backen und zauberte total schön verzierte Herbstkekse, oder fast schon Halloweenkekse, und schmecken tun sie natürlich auch lecker. Für solche Verzierungs-Feinheiten fehlt mir die Gabe, oder die Feinmotorik, hihi, und die Ausdauer. Ich backe lieber einfache Kekse, die man nur auf das Blech klatscht und nachher ißt. Am Wochenende haben wir Hochzeitstag, 34 Jahre, wohin sind nur all die Jahre gegangen. Der Hochsommer kommt auch wieder zurück, schon die letzten Tage waren sehr, sehr warm hier bei uns, richtig Sommer eben, nun soll auch wieder die 30-Grad-Marke geknackt werden, spätestens Anfang nächster Woche. Nicht mein Ding. Meine Seele ist schon voll auf Herbst eingestellt. Herbstliebe eben. 



Nickname 10.09.2020, 07.07 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Und die Mama wartet mit dem Essen

Einfach herrlich, dieses Animal-Crossing-Spiel, es herbstelt nun auch im Spiel, Regen, Nebel, sooo schön, habe gestern einen Aussichtspunkt gebaut, auf dem höchsten Punkt meiner Insel, das macht so viel Spaß. Heute ist erstmal Haushalt angesagt und dann noch den Kuchen machen und am Nachmittag kommt dann meine Freundin und wir können quatschen. 


Ich frage mich manchmal, wie habe ich das früher gemacht beim Bloggen, ich bin einfach hingesessen und habe draufslos geschrieben, meinen Gedanken freien Lauf gelassen, heute denke ich immer viel zu lange nach, bevor ich anfange mit dem Schreiben. Ich mag auch genau solche Blogs am liebsten, wenn die Leute einfach ihren Gedanken und Erzählungen Raum geben. Schade, daß manche netten Blogfreunde von früher nicht mehr dabei sind, manche haben sogar noch ein verlassenes Blog im Netz, aber so ist die Zeit, alles verändert sich und wir Menschen verändern uns mit. Als junger Mensch kann man sich das gar nicht vorstellen, daß man mal alt sein wird, vom Verstand her natürlich schon, aber daß es wirklich so sein wird und daß alles dann anders ist, oder wenn man ein Baby bekommt, daß dieses mal erwachsen sein wird und aus dem Haus geht. Man ist ja so damit beschäftigt, sich um das Kind zu kümmern, es groß zu ziehen, ihm ein möglichst schönes Kinderleben zu bieten, auch wenn man wenig Geld hat, aber das Wichtigste ist doch immer die Zeit. Ich war immer da für meine Kinder, und wenn sie aus der Schule nach Hause kamen, wartete Mama mit dem Essen auf sie. Das ist vielleicht mehr wert als all die vielen Reisen und teuren Dinge, die andere Kinder machen und haben konnten. Wir gaben immer unser Bestes in unserer Situation, und ich hoffe, meine Kinder denken gerne daran zurück. Jetzt werde ich gleich sentimental, also Laptop aus und Putzeimer in die Hand! 



Nickname 03.09.2020, 07.23 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Die Prioritäten werden neu gesetzt

Auf dem Weg zu meinem Auto kam ich wie immer an der Hecke des Nachbarn vorbei, und alle Jahre wieder sehe ich da diesen Zauber des Herbstes. Ist es nicht wunderschön, Spinnweben und Regentropfen, denn es hat wieder ordentlich geschüttet bei uns. Auf dem Balkon steht das einstige Weihnachtsbäumchen wieder total im Wasser, aber ich kriege es bald nicht mehr hin, so oft den Teller auszuleeren, das Bäumchen wird mir zu schwer. 


Wie ich es liebe, wenn es Herbst ist (oder wird) und draußen schüttet es aus Eimern und es wird leicht duster im Zimmer, man kann wieder Tee trinken und Lebkuchen oder Kekse, natürlich auch Kuchen essen. Gestern spielte ich bestimmt über drei Stunden mein Animal-Crossing-Spiel, ich konnte einfach nicht aufhören. Um meinen Haushalt nicht zu vernachlässigen, spiele ich erst am Nachmittag. Und nicht die ganzen Stunden … das Malen und das Klavierspielen möchte ich nicht gänzlich vergessen, aber momentan macht das Spielen mir einfach viel mehr Spaß. Und darum geht es ja, daß man in seiner freien Zeit auch Dinge tut, die einem Freude machen, gute Laune bescheren, das Leben lebenswerter machen. Die Prioritäten in meinem Haushalt setze ich in manchen Dingen neu, denn meine Großmutter sagte schon: Erst kommt das Lebende, dann das Tote. Haushalt ist ein totes Ding, auch wenn ich Ordnung und Sauberkeit liebe. So ein gesundes Mittelmaß, in allen Dingen …, ist immer noch das Beste. Und deshalb überlege ich gerade, ob ich noch Kekse backe, denn morgen kommt Besuch. Ich werde einen amerikanischen Cheesecake machen, aber diesmal probiere ich eine neue Backmischung aus, und dann noch Kekse dazu, das wäre doch lecker … und den Putzplan für heute, der den Badschrank noch vorsieht, könnte ich ja so ganz diskret vollends ignorieren. 



Nickname 02.09.2020, 10.00 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL

Die Corona-Zeit als Geschenk

Das Virus hat nun schon so viele Monate die Welt im Griff, und ich weiß nicht mal mehr genau den Tag, als Tochter von der Schule kam und meinte, sie wäre jetzt bis auf Weiteres Zuhause. Da sie mitten im Abitur stand, war das natürlich erstmal ein Schock. Nach ihrer Berufsausbildung in einem Möbelhaus und auch zwei Jahren Arbeiten, hatte sie sich entschieden, das Abitur nachzumachen und nochmal zur Schule zu gehen. Und in diesem Sommer hatte sie Abschluß. Mitten in der Corona-Zeit. Das bedeutete, daß sie monatelang Zuhause war und nur ab und an mal online Unterricht bekam, dafür das meiste Zuhause alleine lernen mußte. Letztendlich empfand und empfinde ich das heute noch für mich als Mutter als Geschenk und Segen, denn in der Zeit hatten wir auch immer wieder gute Gespräche, auch tiefsinnigere Gespräche, so daß ich das Gefühl habe, daß wir uns doch nochmal ein ganzes Stück näher gekommen sind. Als wäre das das letzte große Geschenk des Schicksals, bevor sie dann ausziehen wird und ihrer Wege ziehen. 


Momentan wartet sie auf einen Studienplatz, denn all diese Termine haben sich dank Corona ja verschoben. Wir wissen also gerade noch gar nicht, wie es weitergehen wird. Auch das Studieren findet nämlich zur Zeit überwiegend online statt. Sie könnte also evtl. noch eine Weile länger Zuhause sein und sich in Ruhe eine Unterkunft suchen. Oder sie bekommt gar keinen Studienplatz und muß noch was ganz anderes machen, um die Wartezeit zu überbrücken. Alles in allem ist das für mich als Mutter gar nicht mal so schlecht. Das Geschenk zu meinem Geburtstag von meinem Kindern, diese Spielekonsole mit dem Animal-Crossing-Spiel, sollte eigentlich mehr oder weniger auch für die Zukunft sein, wenn eben auch das Nesthäkchen flügge wird. Aber so ist es super praktisch, daß sie mir alles in Ruhe zeigen und auch mal helfen kann, denn in puncto Spiele und Konsolen und allem bin ich ein echter Anfänger. Natürlich hatten meine Kinder immer schon, je nach Alter und Möglichkeiten, Konsolen zum Spielen, aber ich hatte die Dinger nie in den Händen. Mich hatte immer schon viel mehr das Schreiben interessiert … Jetzt bin ich infiziert und liebe dieses Spiel nach wenigen Wochen schon heiß und innig. Es trägt mich in eine andere Welt. Weit weg von Corona und Sorgen und sonstigen Dingen. 



Nickname 01.09.2020, 07.36 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

So viele einzelne Leben

Anfang September werden es schon vier Jahre, daß wir in dieser Wohnung wohnen. Ich kann das gar nicht glauben. Einerseits sind vier Jahre ja nicht so sehr viel. Andererseits aber fühlt es sich schon wieder an wie eine Ewigkeit. Das vorige Zuhause ist zwar bildlich vor Augen noch durchaus abrufbar, aber das Leben dort ist so weit weg. Vielleicht auch, weil damals noch alle meine Kinder Zuhause wohnten, jedenfalls in den ersten Jahren dort, und das Leben somit auch total anders war. Es sind einfach die vielen unterschiedlichen Lebensabschnitte, die man Zeit seines Lebens durchmacht. Angefangen vom hilflosen Baby, über die Kindheit, Jugend, das Erwachsenwerden. Und wenn man dann eine Familie gründet und auch noch mehrfach den Wohnort wechselt, dann rast die Zeit so irre schnell, daß jede Erinnerung an unterschiedliche Wohnorte und damit verbundene Altersstufen der Kinder wie eigene, einzelne Leben wirken. Und nun also … Großelternsein und das fast leere Nest in dieser schönen Wohnung. 


Auch das Enkelmädchen ist inzwischen über fünf Jahre alt und im kommenden Jahr soll es mit der Schule losgehen. Hoffentlich kriegt sich bis dahin das Virus auf der Erde mal ein, damit sie einen schönen Schulstart bekommt. Ja, viele Dinge haben sich in den vier Jahren schon wieder geändert, selbst in der Wohnung. Man lebt eben darin und so, wie man sich selbst verändert, auch die Interessen, verändert sich das Drumherum mit. So ist das Leben. Alles hat seine Zeit. Ich bin sehr froh und dankbar, daß ich jetzt, seit Kurzem, auch mehr Hobbys habe, damit das Leere-Nest-Syndrom, wie schon mal erwähnt, mich nicht auffressen wird, wenn Tochter in absehbarer Zeit auszieht.



Nickname 31.08.2020, 10.11 | (6/6) Kommentare (RSS) | PL

Besuch auf der Märcheninsel

Irgendwie fällt es mir noch ein bißchen schwer, meine Gedanken einfach so laufen zu lassen. Zu lange habe ich nicht mehr wirklich geschrieben. Früher war Bloggen der wichtigste Teil meiner freien Zeit, sowieso Briefe von Hand zu schreiben und noch vieles andere mehr. In den letzten Jahren so gut wie gar nichts mehr. Statt dessen habe ich fleißig fotografiert, bei Instagram gepostet, was mir immer noch viel Freude macht, ein bißchen Facebook oder Twitter, aber wirkliche Texte geschrieben oder richtige Briefe? Nein. Das verschwand immer mehr. Schade, aber vielleicht hätte ich ohne diese Pause auch nie die anderen schönen Dinge entdeckt. Das Klavierspielen wieder aufleben lassen, das ich als Kind mochte, das Malen, bei dem man so schön das Gehirn abschalten kann, und jetzt natürlich das Animal Crossing Spiel. Gestern durfte ich in dem Spiel meine Tochter auf ihrer Insel besuchen, und da sie schon viele Monate spielt, sieht ihre Insel aus wie eine Traumwelt, eine Märchenwelt, einfach so wunderschön! Und was es da alles zu sehen gibt! Meine eigene kleine Insel in dem Spiel ist noch ganz leer und fast langweilig. Nun bin ich erst recht motiviert, fleißig zu spielen, sobald ich Zeit dafür habe, aber ich merke auch schon, daß man bei mehreren Hobbys auch seine Zeit aufteilen muß. 


Alle schönen Dinge an einem Tag machen? Geht gar nicht. Dazu ist der Tag zu kurz. Und manchmal habe ich auch keine Geduld, keinen Nerv, keine Ausdauer, keine Konzentration für etwas, vor allem beim Klavierspielen. Zumal ich auch sehr gerne Krimis ansehe in der Mediathek oder in Zeitschriften blättere, auch das ist Teil meines Alltags. Das Lesen von Büchern ist mir im letzten Jahr auch etwas abhanden gekommen, aber das Lesen an sich war immer schon eher phasenweise bei mir aktuell. Ganz sicher kommt das auch wieder. Ich bin jedenfalls glücklich, daß ich nun so langsam wirklich etwas für mich gefunden habe, das mir das Leben im Alleinsein meiner freien Zeit schöner macht, da das Nest Zuhause sich fast gänzlich geleert hat. Wenn Tochter nun auch demnächst flügge wird, möchte ich nicht das Leere-Nest-Syndrom bekommen. 



Nickname 29.08.2020, 14.19 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL

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Autumnlove
  

  
  
Ich liebe den farbenfrohen Frühling,
den melancholischen Herbst,
große Bäume und bunte Blumen,
Handtaschen, Modeschmuck,
bunten Nagellack,
stylische Brillen,
manchmal Bummeln gehen,
Kuchen, auch Kuchen backen,
ganz viel Schokolade,
Latte Macchiato und Schwarztee,
echte Bücher kaufen und lesen,
Animal Crossing,
Klavier spielen,
schöne Deko nach Jahreszeit,
Fotografieren mit dem Smartphone,
Happy Painting,
kühles Wetter und Regen,
der auf das Dach prasselt.
Mein Motto: Lebe den Tag!
Denn heute ist morgen schon gestern.
Mache das Beste aus jedem Tag
und suche dir täglich
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